A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W Y Z

Optiklexikon Index / Gesamtübersicht der Begriffe

A

Abduzensparese
Als Abduzensparese bezeichnet man den Ausfall des 6. Hirnnerves (Latein = nervus abducens). Durch Lähmung des musculus rectus lateralis (einem Auswärtsdreher des Augapfels) entsteht ein Schielen des betroffenen Auges nach innen hin.
Ablagerungen
Ablagerungen auf Kontaktlinsen kommen sowohl auf harten als auch auf weichen Kontaktlinsen vor und sind die Folge nicht ausreichender und unsachgemäßer Linsenpflege.
Acetat
Von der optischen Industrie oft verwendetes Material, um Brillenfassungen herszustellen.
Aceton
Aceton ist ein chemisches Lösungsmittel das in der Augenoptik öfter verwendet wird.
Adaption
Fähigkeit des Auges, sich auf verschiedene Lichtverhältnisse einzustellen.
ADD
Nur bei den progressiven, sowie multifokalen und bifokalen Linsen sind als zusätzliche Angaben auch der Nahzusatz (ADD) anzugeben.
Addition
Physikalisch betrachtet erhält man die Brechkraft, eines aus zwei Linsen bestehenden Systems, durch Näherungsrechnung der Brechkräfte der einzelnen Linsen, der sogenannten Addition.
Akkomodation
Fähigkeit des Auges, sich auf verschiedene Enfernungen, durch Brechkraftzuwachs oder Brechkraftabnahme der Augenlinse, einzustellen.
Alterssichtigkeit
Man spricht von Alterssichtigkeit (Latein Presbyopie), wenn die Fähigkeit des Auges, sich auf nahe gelegene Objekte einzustellen, in fortschreitendem Alter verloren geht.
Amblyopie
lat. Sehschwäche
Ametropie
lat. Fehlsichtigkeit
Angiographie
Ein Augenarzt kann am Ergebnis der Angiographie auf Ausdehnung und Art von Gefäßerkrankungen des Auges rückschließen.
Aphakie
Man versteht unter Aphakie eine Linsenlosigkeit eines Auges.
Asthenopie
Asthenopien sind Sehbeschwerden die mit der Wechselwirkung des Auges mit seiner Umwelt zusammenhängen, jedoch keine Krankheit sind.
Astigmatismus
lat. Stabsichtigkeit
Augapfel
Der Augapfel füllt etwa 20% der Augenhöhle aus. Augenhäute, Muskeln, Nerven, Gefäße, Fett- und Bindegewebe sind die restlichen Bestandteile.
Augenabstand
Abstand der beiden Augäpfel zueinander.
Augenfarbe
Die Augenfarbe ist von der Produktion des Pigments Melanin abhängig.
Augenlid
Die Hauptaufgabe des Augenlides ist das Auge zu schützen.
Augenoptiker
Berufsbezeichnung. Augenoptiker ermitteln Sehschwächen und fertigen aufgrund der gemessenen Parameter Sehhilfen zur Korrektur von Sehfehlern an.
Augenverletzung
Augenverletzungen unterteilt man grundsätzlich in Verletzungen mit Eröffnung des Auges und Verletzungen ohne Eröffnung des Auges.
Austauschlinsen
Kontaktlinsen, die nach fest definierten, zeitlichen Abständen gegen Neue ersetzt werden müssen.
Azoor
Azoor ist eine zum Erblinden führende Erkrankung der äußeren Netzhautschichten. (acute zonal occult outer retinopathy). Derzeit leiden weltweit ca. 2 Millionen Menschen unter dieser Krankheit.

B

Bifokalbrille
Brille, die sowohl die Fernstärke als auch die Nahstärke korrigiert.
Bildsprung
Unangenehmer Effekt beim Wechsel von Fernsicht zur Nahsicht, an der Übergangskante des Nahteils bei Mehrstärkengläsern.
Bindehautentzündung
Eine mit Abstand am häufigsten vorkommende Erkrankung der Augen. Sie tritt stets beidseitig auf und geht mit einer Rötung der Bindhaut einher.
Binokular
lat. beidäugig
Blinder Fleck
Stelle an der Netzhaut an der der Sehnerv austritt.
Bowmansche Membran
2. Schicht der Hornhaut mit einer Dicke von 7-15 Mikrometern. Nicht regenerationsfähig und enthält keine Zellen.
Brechungsindex
Bei gleichbleibender Brillenglasstärke wird, bei Zunahme der Brechzahl, das Brillenglas immer dünner.
Brille
Man bezeichnet eine Fassung mit zwei Gläsern, welche zur Korrektur von Sehschwächen oder auch als Augenschutz dienen kann, als Brille. Die Brillen-Fassungen, auch Brillen-Gestelle genannt, werden heute in sehr großer Vielfalt angeboten.
Brillenfassung
Durch sie werden die Brillengläser gehalten.
Brillenglas
Es stellt den optisch aktiven Teil der Brille dar und wird aus Mineral- oder Kunststoffmaterial hergestellt.
Brillenglasbestimmung
Ermittlung der Korrektionswerte einer Fehlsichtigkeit, durch Augenoptiker oder Augenartzt, nach welcher die Brillenglasverordnung ausgestellt wird.
Brillenverordnung
Die Brillenverordnung beinhaltet Daten, welche vom Augenoptiker oder Augenartzt, zur Anfertigung einer individuellen Sehhilfe gemessen wurden.
Brown-Syndrom
1950 erstmals erwähnte Erkrankung eines Augenmuskels (musculus obliquus superior / oberer schräger Augenmuskel). Benannt nach Harold Whaley Brown.

C

Candela
Maßeinheit für die Lichtstromdichte.
Cellende
Kunststoffüberzug über das metallische Bügelende der Brille.
Clean Coat
Beschichtung auf Brillengläsern, um eine leichtere Reinigung zu gewährleisten.
Conjuntiva
Undurchsichtiges, feines Gewebe, welches das Auge umschließt.
Conjuntivitis
Bindehautentzündung.
Cornea
Hornhaut.
Corneale Erosion
Bezeichnung für eine mehr oder minder starke Verletzung des Hornhaut-Epithels.
Cylinder
Korrektionsangabe für Brillengläser und Kontaktlinsen.

D

Dämmerungssehen
Kombiniertes Sehen mit Stäbchen und Zapfen bei einer geringeren Leuchtdichte.
Dauertragelinsen
Kontaktlinsen, die aufgrund ihrer hohen Sauerstoffdurchlässigkeit ununterbrochen bis zu 30 Tagen getragen werden können.
Descemetsche Membran
4. Schicht der Hornhaut mit eine Dicke von 5-10 Mikrometer. Regenerationsfähig und zum Hornhautrand hin mit zunehmender Schichtdicke.
Desinfektion
Oxidative Pflegemittel für Kontaktlinsen.
Dreifarbentheorie
Sie besagt, dass unsere Farbwahrnehmung nur auf drei Farben aufbaut.
Dreistärkenbrille
Sie ist ähnlich aufgebaut wie ein Bifokalglas. Zusätzlich befindet sich zwischen dem Fern- und Nahteil ein dritter Bereich, um auch in der Zwischenentfernung scharfes Sehen zu ermöglichen.
Durchmesser
Bezieht sich meist auf Brillengläser im rohrunden (ungeschliffenen) Zustand oder auf Kontaktlinsen.

E

Einäugig
Sehen nur mit einem Auge.
Einschleifen
Bezeichnung des handwerklichen Vorgangs, die Brillengläser in die gewünschte Brillenglasform zu bringen sie und dann in das Brillengestell zu montieren.
Einsetzhilfe
Wird bei Kontaktlinsen zum Erleichtern des Einsetzens verwendet
Einstärken
Meist ein Brillenglas, welches nur für eine Entfernung korrigierend wirkt.
Eintageskontaktlinsen
Weiche Kontaktlinsen, welche nach einmaligem Gebrauch weggeworfen werden.
Ektropium
Von einem Ektropium ist bei einer Auswärtsdrehung eines Augenlides die Rede, welche meist das Unterlid betrifft.
Emmetrop
Bei Ruhestellung des Auges liegt der bildseitige Brennpunkt auf der Netzhaut und der Fernpunkt im Unendlichen. Es wird keinerlei Korrektur benötigt.
Endothel
Ist die unterste Schicht der Hornhaut und besitzt keine Regenerationfähigkeit bei Beschädigung.
Entropium
Von einem Entropium ist die Rede bei einer Einwärtsdrehung eines Augenlides, welche wie das Ektropium auch, meist das Unterlid betrifft.
Entspiegelung
Das Brillenglas wird beidseitig mit einer Antireflexbeschichtung versehen, dadurch können störende Spiegelungen bis auf ein Minimum reduziert werden.
Enzymtabletten
Reinigungstabletten zur Beseitigung von Enzymablagerungen auf der Kontaktlinse.
Epithel
Die oberste Schicht der Hornhaut.
Exzentrität
Abflachung der Rückfläche bei harten Kontaktlinsen zum Linsenrand hin, in eliptischer Form.

F

Farbige Linsen
Kontaktlinsen, die zu optischen Veränderungszwecken genutzt werden können.
Fassung
Durch die Fassung werden die Brillengläser gehalten.
Federschanier
Bügelschanier an der Brille, ausgestattet mit einer kleinen Feder um Verzugskräfte nach aussen abzumildern.
Fehlsichtigkeit
Die Fehlsichtigkeit oder lat. Ametropie beschreibt eine fehlerhafte Abweichung der Bildlage vom Normauge aus betrachtet und die damit verbundene Herabsetzung der Sehleistung des Menschen.
Fernbrille
Brille mit Brillengläsern, welche ausschließlich die Ferne korrigieren.
Ferngläser
Bezogen auf die Brille sind das Brillengläser, welche ausschließlich die Ferne korrigieren.
Filtertönung
Leichte 10-15% Tönung des Brillenglases.
Fluroeszintest
Im Rahmen einer Kontaktlinsenanpassung von harten Kontaktlinsen stellt dieser Test die verlässlichste Möglichkeit dar, den Sitz der Kontaktlinse zu beurteilen, um gegebenenfalls Änderungen vornehmen zu können.
Fremdkörpergefühl
Anfänglich wird die Kontaktinse vom Auge als Fremdkörper betrachtet, was der Träger als Reiben beschreibt.
Frühpresbyope
Die Praxis hat gezeigt, dass es sich bei Frühpresbyopen um unzureichend für die Ferne korrigierte, übersichtige (Hyperope) Personen handelt.
Fusion
Vorgang des Verschmelzens aus den jeweiligen Einzelbildern des rechten und linken Auges zu einem Gesamtbild.

G

Geistergefäße
Weißliche blutleere Gefäße mit unterschiedlicher Größe in der Hornhaut.
Gelber Fleck
Die Macula sitzt in der Mitte der Netzhaut. Das scharfe Wahrnehmen von Bildern sowie die komplette Farbwahrnehmung wird von dem so genannten Gelben Fleck gesteuert.
Gellinsen
Kontaktlinsen aus Kunststoff-Copolymeren, die in hydriertem Zustand weich und flexibel sind.
Gerstenkorn
Schmerzhafte Entzündung der Liddrüsen, meist ausglöst durch einen Sekretstau in der Drüse.
Gesichtsfeld
Gesamter Bereich in jeweiliger Blickrichtung, welcher ohne Augenbewegung wahrgenommen werden kann.
Glaskörpertrübung
Glaskörpertrübungen werden durch kleine Fasern, die im Kammerwasser umher schwimmen, verursacht.
Gleitsichtglas
Brillenglas für Fern- und Nahkorrektion.
Grauer Star
Milchig-graue Eintrübung der Augenlinse. Schmerzloser Verlust der Sehfähigkeit.
Grüner Star
Krankhaft gesteigerter Augen-Innendruck durch Störung im Abfluss des Kammerwassers.
Gullstrand
Allvar Gullstrand - ein Physiker, der sich vor allem mit den optischen Eigenschaften des Auges beschäftigte.

H

Hagelkorn
Meist ausglöst durch einen Sekretstau in der Drüse ohne Entzündung der Liddrüsen.
Halbbrille
Lesebrille die durch Ihre schmale Form ein "Darüber-Hinwegsehen" in die Ferne ermöglicht.
Hartlinsen
Harte Kontaktlinsen halten Ihre Form ohne Unterstützung des Auges und schwimmen auf dem Tränenfilm.
Hartschicht
Beschichtung auf Kunststoffgläsern, welche ein schnelles Verkratzen der Gläser verhindert.
Helladaption
Anpassung an veränderte Lichtverhältnisse von Dunkel auf Hell.
Hochbrechende Brillengläser
Hauptsächlich aus mineralischem Material gefertigte Brillengläser.
Höherbrechende Brillengläser
Werden bei gleichbleibender Stärke dünner als normalbrechende Gläser und somit auch leichter.
Hornhautabschürfung
Häufigste Augenverletzung ohne Eröffnung des Auges ist die Hornhautabschürfung. Sie entsteht meist durch unsachgemäßes Aufsetzen von Kontaktlinsen. Die Abschürfung kann je nach Tiefe mehr oder weniger schmerzhaft sein.
Hornhautbrechwert
Der Hornhautbrechwert liegt bei ca 43 Dpt und macht somit 70% unseres Sehvermögens aus.
Hornhautentzündung
Schmerzvolle Reaktion auf Herabsetzung der Wiederstandskraft des Auges, meist durch äußere Einflüsse wie Tragen von ungenügend gepflegten Kontaktlinsen, UV Strahlung (Sonnenbrand) oder gechlortem Wasser.
Hornhautscheitelabstand
Abstand der vordersten Fläche der Hornhaut gemessen bis zur augenseitigen Brillenglasfläche.
Horopter
Man unterscheidet hier zwischen geometrischen Horopter und empirischem Horopter.
Hydration
Wasserhaltigkeit bei weichen Kontaktlinsen.
Hypersekretion
Als Hypersekretion bezeichnet man eine starke Erhöhung der Produktion von Tränenflüssigkeit.
Hyposekretion
Als Hyposekretion bezeichnet man eine starke Verminderung der Produktion von Tränenflüssigkeit.
Hypoxie Hornhaut
Sauerstoff Unterversorgung der Hornhaut.

I

Infrarotstrahlung
Langwellige Strahlung im elektromagnetischen Bereich ab 780nm.
Intraokular
Bezeichnung für alles, was sich im Inneren des Auges befindet.
Intraokularlinse
Linse, welche bei einer Operation am Grauen Star, die alte, milchig-grau gewordene Augenlinse ersetzt.
Iris
Sie regelt den Lichteinfall, über die Größe der Pupille, in das Auge.
Iris und Pupille
Das Zusammenspiel von Iris und Pupille in Zusammenarbeit mit dem Gehirn regelt die Anpassung bzw. Gewöhnung der Netzhaut an die jeweilige Helligkeit der Umgebung.

J

Jelly Bump
Weißliche, punktförmige Ablagerung auf weichen Kontaktlinsen.

K

Kammerwasser
Optisch hochdurchsichtige Flüssigkeit im Auge.
Katarakt
Milchig-graue Eintrübung der Augenlinse und schmerzloser Verlust der Sehfähigkeit.
Keratokonus
Selten auftretende irreversible Erkrankung der Hornhaut.
Kittung
Als Kittung bezeichnet man die Reparatur von Kunststoff-Brillenfassungen.
Konjunktivitis
Bindehautentzündung.
Konkavgläser
Nach innen gewölbte, zum Rand hin dicker werdende, Minusgläser zur Korrektion von Myopen Augen.
Kontaktlinsen
Kontaktlinsen sind ein optisches Korrektionsmittel, die auf das Auge bzw. die Hornhaut aufgesetzt werden.
Kontaktlinsenanpassung
Gesamtheit aller Vorgänge ausgehend von der fachgerechten Abklärung und Ermittlung der individuellen Augenparameter, über das Testtragen von Linsen bis hin zur Abgabe und Instruktion des Trägers bezüglich Handhabung und Pflege.
Kontaktlinsenkontrolle
Kontrolle der Kontaktlinsen auf ihren Sitz, sowie auf deren Werte.
Kontusionsverletzung
Verletzung eines oder beider Augen durch stumpfe Gewalteinwirkung von vorne. Kann z.B. durch eine Prellung bei Ballsportarten hervorgerufen werden.
Konvexgläser
Nach aussen gewölbte, zum Rand hin dünner werdende, Plusgläser zur Korrektion von hyperopen Augen.
Kovergenz
Nach innen schwenkende Blickbewegung des Augenpaares, meist beim Blick in die Nähe.
Kunstlinse
Auch Intraokularlinse genannt. Sie ist eine künstliche Linse welche im Rahmen einer operativen Implantation in das Auge eingesetzt wird.
Kunststoffgläser
Brillengläser aus organischem Material, welche besonders leicht und bruchsicher sind.
Kurzsichtigkeit
Die Kurzsichtigkeit (lat. Myopie) gehört zu den axialen Bildlagefehlern und gehört zu den häufigsten Fehlsichtigkeiten. Hierbei befindet sicht der Brennpunkt vor der Netzhaut.

L

Lederhaut
Die Lederhaut, auch Sklera genannt, geht von der Hornhaut bis zum Sehnerv und umgibt den Augapfel wie eine Schutzhülle.
Lesebrille
Brille zum Ausgleich des altersbedingten Sehverlustes.
Licht
Licht ist der Teil der elektromagnetischen Strahlung, die vom menschlichen Auge wahrgenommen werden kann.
Lichtgeschwindigkeit
Ausbreitungsgeschwindigkeit des Lichtes.
Lichtreduktion
Häufig angegebener Wert bei getönten Brillengläsern, um wieviel Prozent die Lichteinstrahlung bei der Nutzung reduziert wird.
Lidschlag
Reflektorische, alle 20-30 Sek. erfolgende, schliessende Bewegung der Augenlieder zur gleichmäßigen Verteilung des Tränenfilms.
Lidschlussreflex
Durch Schreck erfolgender Lidschluss in weniger als 250 Millisekunden.
Limbus
Übergangszone zwischen Hornhaut und Bindehaut mit blutführenden Gefässen durchzogen.
Linsenlosigkeit
Fehlen der Augenlinse durch Unfall.
Linsenluxation
Als Linsenluxation bezeichnet man die teilweise oder vollständige Verlagerung der Augenlinse nach vorne in die vordere Augenkammer sowie nach hinten in den Glaskörperraum.
Linsentrübung
Milchig-graue Eintrübung der Augenlinse bei einhergehendem Grauen Star.
Löten
Löten ist eine Technik die zur Reparatur von Metallfassungen verwendet wird.
Lupe
Eine einzelne Pluslinse.

M

Makuladegeneration
Netzhauterkrankung mit nicht mehr herzustellendem Verlust der Sehschärfe.
Mehrstärkenbrille
Brille, die mehr als nur eine Entfernug korrigieren kann.
Messbrille
Verwendung findet diese Brille in der subjektiven Brillenglasbestimmung, da durch geringen Aufwand die Messgläser ausgetauscht werden können.
Mikrozysten
Mikrozysten sind Punkförmige in ungleicher Form und Größe sich darstellende Epithelveränderungen der Hornhautoberfläche.
Mineralgläser
Zum größten Teil aus Siliziumoxyd bestehende Brillengläser mit hochdurchsichtigen Eigenschaften.
Minusgläser
Nach innen gewölbte, zum Rand hin dicker werdende, Konkavgläser zur Korrektion von myopen Augen.
Monatslinsen
Weiche Kontaktlinsen, welche nach einer Tragezeit von 30 Tagen weggeworfen werden.
Monokular
Sehen nur mit einem Auge.
Multifokalglas
Brillenglas für Fern- und Nahkorrektion, welches stufenloses Sehen auf allen Distanzen gewährleistet.
Myopie
Zurückzuführen entweder auf eine zu lange Baulänge des Auges oder auf eine zu hohe Brechkraft der Augenlinse. Der Brennpunkt des Auges liegt dabei nicht im Unedlichen in der Ferne, sonder endlich vor dem Auge.

N

Nachbenetzungslösung
Lösung für Kontaktlinsen, um bei Trockenheitsgefühlen die Kontraktlinsen nachträglich zu benetzen.
Nachkontrolle
Kontrolle während des Kontaktlinsentragens, welche in einem bestimmten Zeitraum durchgeführt werden sollte, um auf Veränderungen in der Hornhautphysiologie oder der Sehstärke zu reagieren.
Nachtblindheit
Entsteht aufgrund einer Fehlfunktion der "Hell-Dunkel-Sensoren", auch Stäbchen genannt.
Nahakkomodation
Einstellungsvorgang der Augenlinse beim Blick von einem weiter entfernten Objekt auf ein näher vor dem Auge befindliches Objekt
Nahpunkt
Nächst möglich gelegener Punkt vor dem Auge, welcher noch scharf gesehen werden kann.
Netzhautgrube
Stelle der Netzhaut, in welcher das schärfste Sehen möglich ist.
Neutralisation
Vorgang bei der Kontaktlinsenpflege, bei welchem eine Desinfektionslösung auf ein sich neutral zum Auge verhaltendes Niveau gebracht wird.
Nylonbrille
Bei dieser Art der Brille wird das Brillenglas in einer Rille, zum Teil durch einen Faden aus Nylon, gehalten.

O

Objektive Refraktionsbestimmung
Bestimmung der Sehstärke mit einem Autorefraktometer
Ödem Hornhaut
Quellungzustand der Hornhaut durch vermehrte Einlagerung von Flüssigkeit infolge von Sauerstoffmangel.
Okklusion
Gezielt eingesetztes Abdecken eines Auges.
Ophthalmologie
Augenheilkunde.
Optik
Lehre vom Licht.
Optometrie
Verfahren zur Bestimmung, Anpassung und Anfertigung einer Sehhilfe jeglicher Art.
Orbita
Bezeichnet die Knöcherne Augenhöhle.
Organische Gläser
Sie werden aus speziellem, optisch hochwertigem Kunststoff hergestellt.
Orthokeratologie
Verfahren bei welchem mittels spezieller, harter Kontaktlinsen die Hornhaut über Nacht in eine Form gebracht wird, bei welcher dann der leichte bis mittlere Sehfehler korrigiert wird.

P

PC-Brille
Speziele Brille abgestimmt auf die individuellen Sehanforderungen am Computer.
Perimeter
Gerät zu Messung des Gesichtsfeldes.
Photochromatisch
Brillengläser welche je nach UV Lichteinstrahlung ihre Tönungsintensität verändern.
Pflegemittel
Lösungen zur Kontaktlinsenpflege abgestimmt jeweils auf Linsenart und Typ.
Presbyopie
Bezeichnung für das altersbedingte Nachlassen der Fähigkeit des Auges, sich auf nahe Objekte einzustellen.
Polarisierende Filter
Filter, um Spiegelungen an reflektierenden Flächen zu minimieren.
Polycarbonat Brillengläser
Extrem bruchsichere Brillengläser aus speziellem Kunststoff.
Prisma
Das Prisma dient zur Korrektion von Augenfehlstellungen, die allgemein als "Schielen" bekannt sind.
Prismenfolien
Werden zur Behandlung von Doppelbildern bei Kindern und Erwachsenen eingesetzt.
Ptosis
Herabhängen des Oberlides.
Pupillendistanz
Abstand der Mitte der Pupille, beim Blick geradeaus, zur Mitte der Nasenwurzel.

Q

Querdisparation
Horizontale Verarbeitung von zwei Bildern zu einer räumlichen Darstellung.
Querfehler Chromatisch
Farbsaum umgebene Bilder aufgrund unterschiedlicher Wellenlängen.

R

Rechtsichtig
Als rechtsichtig bezeichnet man jene Person, deren Fernpunkt, bei in Ruhestellung befindlichem Auge, im optisch Unendlichen liegt.
Reflektion
Mit Reflexion bezeichnet man das Zurückwerfen des Lichtes beim Auftreffen auf ein Medium, dessen Oberfläche einen Teil des Lichtes weder verschluckt noch durchlässt.
Refraktionsbestimmung
Ermittlung der Korrektionswerte einer Fehlsichtigkeit, durch Augenoptiker oder Augenartzt, nach welcher eine Brillenglasverordnung zur Herstellung einer individuellen Sehhilfe ausgestellt wird.
Refraktionsfehler
Refraktionsfehler bedeutet wörtlich übersetzt Brechungsfehler.
Regenbogenhaut
Farbiger Teil des Auges dessen Funktionsweise einer Blende einer Kammera gleicht.
Retina
Die Netzhaut (Retina) ist eine lichtempfindliche Schicht mit deren Hilfe das aufs Auge treffende Licht in Nervenimpulse umgewandelt wird.
Retinitis Pigmentosa
Netzhauterkrankung bei deren Verlauf das Gesichtsfeld allmählich von der Peripherie her zum Zentrum hin eingeschränkt wird.

S

Schielen
Fehlstellung der Augen die nur bei frühzeitiger Entdeckung, d. h. im Kleinkindalter, behandelbar ist.
Sehhilfe
Eine Sehhilfe ist ein, zum Ausgleich von Fehlsichtigkeit eingesetztes, optisches Gerät. Zu den Sehhilfen zählen u.a. Brillen, Kontaktlinsen und Lupen.
Sehen
Durch lichtbedingte Reizung im Auge entsteht die visuelle Wahrnehmung - das Sehen.
Sehnerv
Über die beiden sich kreuzenden Sehnerven gelangen die elektrischen Sehimpulse aus beiden Augen in die jeweilig Gehirnhälfte.
Sehpurpur
Violett gefärbte Flüssigkeit welche für das Nachtsehen benötigt wird.
Sklera
Gering schmerzempfindliche Bindegewebsfasern, welche das Auge zu 5/6 umschließen und es schützen.
Sonnenschutzgläser
Brillengläser die eine Absorption von mindestens 50% aufweisen gelten als Sonnenschutzgläser und müssen auf den jeweiligen Bedarf des Trägers abgestimmt werden.
Spaltlampenuntersuchung
Ist die Untersuchung des vorderen Augenabschnittes zur anfänglichen Klärung der Tauglichkeit des Auges auf das Kontaktlinsentragen und zur abschließenden Beurteilung des Linsensitzes auf dem Auge.
Sphäre
Bedeutet Kugelform oder kugelförmig, bezieht sich auf die Radiuskrümmung eines Brillenglases oder einer Kontaktlinse.
Spährische Kontaktlinse
Harte, formstabile oder weiche Kontaktlinse mit welcher die Korrektion von Über- oder Kurzsichtigkeit vorgenommen wird.
Sportbrille
Speziell, stabile Brille in hochmodischem Aussehen zum Schutz der Augen gegen Sonneneinstrahlung, Insekten und Wind.
Stabsichtigkeit
Als Stabsichtigkeit (lat. Astigmatismus), oder auch umgangssprachlich als Hornhautverkrümmung bekannt, bezeichnet man unterschiedliche Brechwerte in verschiedenen Meridianebenen.
Stäbchen
Für das Nachtsehen hoch Lichtempfindliche photorezeptdorische Sehzellen. Auf der Netzhaut befinden sich ca. 100 Millionen dieser Stäbchen.
Strabismus
Bezeichnet wird damit manifestes, offenkundiges Schielen, welches bei Kleinkindern häufig zu sehen ist.
Stroma
Stroma (Sustania Propia) ist die 3. Schicht der Hornhaut mit hohem Wasserbindungsvermögen.

T

Tagessehen
Farbiges, reines Zapfensehen ab einer Lichtstärke von 3 Candela pro Quadatmeter.
Torische Gläser
Torische Gläser dienen zum Ausgleich einer Hornhautverkrümmung (Astigmatismus), wobei die Korrektur einer Kurz- oder Weitsichtigkeit nicht vernachlässigt wird.
Torische Kontaktlinsen
Sie dienen zum Ausgleich einer Hornhautverkrümmung (Astigmatismus), wobei die Korrektur einer Kurz- oder Weitsichtigkeit nicht vernachlässigt wird.
Tränendrüse
In der Tränendrüse wird die Tränenflüssigkeit produziert, welche das Auge feucht und sauber hält.
Tränenfilm
Hauptaufgabe des Tränenfilms ist die optische Glättung der Hornhaut und die Wirkung als bakteriezide Schranke für die Hornhaut gegenüber Luftkeimen.
Tränenflüssigkeit
Die Tränenflüssigkeit hält das Auge feucht und sauber.
Tränenlinse
Linse aus Tränenflüssigkeit, welche sich unter einer harten Kontaktlinse bildet.
Transmission
Als Transmission bezeichnet man die Licht- und Strahlungsdurchlässigkeit von Werkstoffen.
Trifokalglas
Als Trifokalglas wird ein Brillenglas mit drei optischen Zonen bezeichnet
Trockenes Auge
Fehlfunktion der Tränendrüse.

U

Überkorrektion
Korrektion mit Brille oder Kontaktlinsen über die benötigten Korrekturwerte hinaus.
Überrefraktion
Messung der Sehstärke bei eingesetzten Kontaktlinsen, um auf eventuelle Sehstärkeveränderungen zu reagieren oder bei einer Kontaktlinsenanpassung die abschließende Messung zur Feststellung der endgültigen Kontaktlinsenwerte.
Übersichtigkeit
Abbildungsfehler des Auges, bei dem die einfallenden Lichtstrahlen nicht, wie beim rechtsichtigen Auge, auf der Netzhaut, sondern erst in einem dahinter liegenden Punkt vereinigt werden.
Umarbeiten
Vorgang der Formänderung von Brillengläsern in eine andere Form.
Unterkorrektion
Zu geringe Korrektion mit Brille oder Kontaktlinsen.
UV-Strahlung
Der auf Violett folgende, am Ende des sichtbaren Bereichs liegende, kurzwellige Teil des Lichtspektrums (Wellenlängen 10-380nm), der sich bis zu den Röntgenstrahlen erstreckt.

V

Vaskularisation
Von Vaskularisation spricht man bei auf die klare und gefäßlose Hornhaut abnorm einwachsenden Gefäße.
Vergrößerung
Zur Vergrößerung benutzt man vergrößernde Sehhilfen z.B. Lupen.
Versieglung
Beschichtung auf Brillengläsern zur leichteren Reinigung.
Visus
Der Visus ist eine Angabe, mit welcher der Augenoptiker und Augenartzt die Sehleistung des Auges in unkorrigiertem (Vsc), sowie korrigiertem (Vcc)Zustand kennzeichnet.

W

Wegwerflinsen
Kontaktlinsen, die nach fest definierten, zeitlichen Abständen gegen Neue ersetzt werden müssen.
Weiche Kontaktlinsen
Zur Korrektion von Fehlsichtigkeiten hergestellte Kunststofflinsen aus weichem, hochflexiblem Material, welche Tränenflüssigkeit aufnehmen und je nach hydratisiertem Zustand ihre Krümmung ändern.
Weitsichtigkeit
Die Weitsichtigkeit (lat. Hyperopie) gehört zu den axialen Bildlagefehlern und gehört zu den häufigsten Fehlsichtigkeiten. Hierbei befindet sicht der Brennpunkt hinter der Netzhaut.

Y

Yxin®
Augentropfen zum Tropfen auf die Bindehaut bei Bindehautentzündung.

Z

Zapfen
Für das Tagessehen zuständige, auf der Netzhaut befindliche Rezeptoren, welche uns das Farbsehen in drei Ausrichtungen (Rot Grün und Blau) ermöglichen.
Zentrierung
Bezeichnung für den Vorgang und das Ergebnis, den optischen Mittelpunkt des Brillenglases, durch exakte Ausrichtung vor dem Auge, in eine Linie mit der Pupille zu bringen.
Ziliarmuskel
Der Ziliarmuskel ist dafür zuständig, verschiedene Krümmungsstadien der Augenlinse zu steuern und somit verschiedene Brechwerte herzustellen.
Zylinder
Korrektionsangabe für Brillengläser und Kontaktlinsen, zur Korektur von Astigmatismus, in Form von Dioptrie (Dpt).

Sitemap | Impressum